Die Beelitz Heilstätten sind eine ehemalige Lungenheilstätte in der Nähe von Potsdam. Das Gelände des ehemaligen Sanatoriums hat eine Größe von rund 200 Hektar und besteht aus 60 Gebäuden, die heute größtenteils leerstehen.
Besonders bei Fotografen und Lost Place Fans erreichten die Beelitz Heilstätten europaweite Bekanntheit. In diesem Beitrag möchte ich dir die spannende Geschichte der Beelitz Heilstätten näher bringen.
Beelitz Heilstätten – Nutzung als Lungenheilstätte

Die Geschichte der Beelitz Heilstätten begann im Jahr 1898, als man sie als Sanatorium für Tuberkulosepatienten errichtete. Viel Ruhe und die reine Luft der brandenburger Wälder sollten dazu beitragen, die Volkskrankheit Tuberkulose in den Griff zu bekommen.
Aufgrund der Infektionsgefahr, baute man diese Sanatorien oft weit entfernt von Ortschaften und Männer und Frauen wurden getrennt von einander untergebracht.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Lungenheilstätte erweitert und entwickelte sich zu einer der größten und modernsten Einrichtungen ihrer Art!

Beelitz Heilstätten wurde zum Kriegslazarett
Durch ihre Größe wurden die Beelitz Heilstätten im ersten Weltkrieg zu einem wichtigen Standort für die medizinische Versorgung Kriegsverwundeter, weshalb auch der Gefreite Adolf Hitler hier behandelt wurde. Er erlitt starke Verletzungen am Oberschenkel, weil ihn der Splitter einer Granate traf.
Auch im zweiten Weltkrieg spielte die Lungenheilstätte eine tragende Rolle als Militärhospital. Bedingt durch die zahlreichen Kriegsverletzten, fehlte es überall an freien Betten, sodass die Klinik erneut als Lazarett genutzt wurde.
Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden die Beelitz Heilstätten von der Sowjetarmee besetzt. Tatsächlich wurde die Lungenheilstätte dadurch zum größten Militärhospital ausserhalb der Sowjetunion.

Was ist in den Beelitzer Heilstätten passiert?
In den Beelitzer Heilstätten wurden einst Tuberkulosepatienten behandelt, später diente das Gelände als Militärhospital im Ersten Weltkrieg und NS-Zeit. Berühmt-berüchtigt ist der Aufenthalt Adolf Hitlers nach einer Verletzung 1916. Auf dem verlassenen Gelände der Beelitz Heilstätten kam es mehrfach zu tragischen Todesfällen.


Fotografen tummeln sich in verlassener Lungenheilstätte
Die ehemalige Klinik ist ein bemerkenswertes Relikt vergangener Zeiten. Besonders Abenteurer, Fotografen und Geschichtsinteressierte fühlen sich in den alten Gemäuern pudelwohl. Darüber hinaus kamen und kommen Interessierte aus ganz Europa um der verlassenen Lungenheilstätte einen Besuch abzustatten.
Immer wieder finden wir in den geschichtsträchtigen Gebäuden zahlreiche Gegenstände, die an die frühere Nutzung als Lungenheilstätte hinweisen: Im OP der ehemaligen Chirurgie hängt eine riesige alte OP-Lampe.
Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen 1994, steht das verlassene Sanatorium heute größtenteils leer und versprüht seitdem in den endlosen Gängen seinen Charme.

Beelitzer Heilstätten in den Schlagzeilen
• Im Jahr 1991, nur 800 Meter von den Beelitz Heilstätten entfernt, ereignete sich ein tragischer Doppelmord. Die 34-jährige Ehefrau eines sowjetischen Klinikarztes und ihr Baby fielen dem Serienmörder Wolfgang Schmidt zum Opfer, der als der "Rosa Riese" bekannt war. Dieses schreckliche Ereignis schockierte die Gemeinschaft und hinterließ zudem eine düstere Narbe in der Geschichte der Region.
• Der Tod einer jungen Frau war 2008 das Ende eines erotischen Foto-Shootings in dem Lost Place. Ein Fotograf erwürgte in den alten Gemäuern sein Fotomodell.
• Im Jahr 2010 kam es zu einem tragischen Vorfall, als ein 25-jähriger Mann aus einem Fenster im vierten Stock stürzte und infolgedessen in einer Berliner Spezialklinik an seinen Verletzungen verstarb.
• Bereits wenige Tage später, standen die Beelitz Heilstätten erneut in den Schlagzeilen: Ein junger Mann stürzte in einen 4 Meter tiefen Schacht und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Später verstarb er im Krankenhaus.
• 2011 beging ein Obdachloser, der zuvor mehrere Jahre auf dem Gelände des verlassenen Sanatoriums lebte, Selbstmord. Er erhängte sich in der alten Waschküche.
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Das verlassene Sanatorium heute
Die Beelitz Heilstätten sind heute ein geschütztes Kulturdenkmal und stehen unter Denkmalschutz.
Ein Teil der Anlage wurde renoviert und für verschiedene Zwecke genutzt. Darunter eine Klinik für Psychiatrie sowie ein Baumkronenpfad. Regelmäßige Führungen durch das verlassene Sanatorium gibt Besuchern die Möglichkeit, mehr über die Geschichte der Heilstätten zu erfahren.
Die verlassene Lungenheilstätte ist nicht nur aufgrund ihrer Geschichte faszinierend, sondern auch wegen ihrer beeindruckenden Architektur. Die Gebäude sind im Jugendstil erbaut und zeugen von einer vergangenen Ära des medizinischen Fortschritts.

Kann man die Beelitz-Heilstätten besichtigen?
Tatsächlich werden in den Beelitz Heilstätten auch Führungen angeboten. Jedoch ist dies aktuell auch leider die einzige Möglichkeit. Das freie Betreten der verlassenen Lungenheilstätte ist verboten. Wir konnten uns 2011 noch völlig frei auf dem Gelände bewegen. Heute kann man über BAUM&ZEIT verschiedene Touren buchen.
Weitere Lost Place nähe Berlin
Ein weiterer spannender Lost Place in der Nähe von Berlin ist die ehemalige Riviera Grünau. Auch die verlassene NSA Abhörstation auf dem Teufelsberg, die Field Station Berlin, ist sehenswert!
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